Das Stockholm-Syndrom

… auf gesellschaftlicher Ebene

Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert.

Quelle: Wikipedia – wo man u.a. auch weitere Informationen zum Ursprung und den Ursachen usw. findet

 

Und was hat aber das Stockholm-Syndrom mit der Gesellschaft zu tun?

Kaum einem Menschen ist bewusst, dass wir am Tag unserer Geburt in genau das Erziehungs- und Arbeitslager hineingeboren werden, in dem unsere Eltern bereits seit ihrer eigenen Geburt gegeißelte Insassen sind. Wir alle kommen auf Grund des fehlenden Grundrechtes auf Existenz „sofort“ in eine gesellschaftsweite wirtschaftliche Abhängigkeits- und Erpressungsmühle.
Obwohl wir mit unserer Zeugung bzw. Geburt (wie jedes Tier) Teil der Natur sind, bekommen wir kein bedingungsloses (Grund-) Recht auf deren Nutzung, um unser eigenes Überleben abzusichern. Jeglicher Grund und Boden befindet sich in privatem oder staatlichem Besitz, wodurch wir keinen freien Zugriff auf die planetaren Ressourcen (fruchtbaren Böden, Wälder, Bodenschätze usw.) haben.

Ab der Geburt wird uns sofort beigebracht, dass wir im Sinne der bestehenden Gesellschaftsordnung zu funktionieren haben. An dieser Konditionierung beteiligen sich als erstes sogar unsere eigenen Eltern und Großeltern, um uns nicht als Individualisten, sondern im Sinne des aktuellen Gesellschaftssystem „lebensfähig“ zu machen. Sie geben dabei vor allen auch ihren Lebensschmerz bzw. ihre nicht therapierten Traumata an uns weiter, die sie sich u.a. durch ihre eigene langjährige systemische Konditionierung und deren Zwänge zugezogen haben. Unsere Eltern haben sich im Laufe ihres Lebens bereits mit ihren gesellschaftlichen bzw. staatlichen Peinigern arrangiert und sich ihnen ergeben. Und im Glauben ihren Kindern nur gutes zu tun, zwingen sie diese, sich ebenfalls dem bestehenden Gesellschaftssystem zu ergeben. Der unbedingte Wille, das Überleben der eigenen Kinder zu sichern, lässt unsere Eltern ab dem Moment selber vom Opfer zum (Mit-)Täter werden.

Unsere eigenen Eltern und Großeltern dulden inzwischen das bestehende Unrecht, dass wir alle keinen bedingungslosen Zugriff auf die planetaren Ressourcen haben um unser eigenes Überleben zu sichern, nicht nur, sondern verteidigen dieses Unrecht sogar noch um (fast) jeden Preis. Unsere eigenen Eltern und Großeltern stecken inzwischen tief im Stockholm-Syndrom fest, da ihnen die Gesellschaft für ihre harte bzw. viele Arbeit ein paar Reste übrig gelassen hat. Dafür sind sie der Gesellschaft bzw. dem Staat dankbar.

An der Stelle ist es übrigens gut zu wissen, dass man vor allem den Menschen, die sich dem Unrecht des fehlenden Rechtes auf bedingungslose Existenz vollständig ergeben haben, teure Lebensversicherung verkaufen kann. Dies ist eines der Grundprinzipien unseres verbrecherischen Wirtschaftssystems.

Das durch diese Umstände bzw. diesen Teufelskreis kein frei bestimmtes Leben möglich ist, nimmt kaum jemand war. Das fremdbestimmte und somit künstliche Leben, für welches wir konditioniert wurden und werden, sehen wir als das Normale und Unabdingbare an, obwohl es viele von uns psychisch und später auch körperlich krank macht. Tief im Stockholm-Syndrom angekommen, sind wir dankbar dafür, dass es nicht (noch) schlimmer gekommen ist.
Den damit verbundenen Lebensschmerz töten wir wenn nötig mit Suchtmitteln ab und/oder flüchten uns in Parallelwelten, die kaum etwas mit unseren Träumen, Hoffnungen und Sehnsüchten zu tun haben.

Und dass wir überhaupt den seelischen Schmerz aushalten, den das Stockholm-Syndrom mit sich bringt (immerhin leben wir ein fremdbestimmtes und nicht unser eigenes Leben), verdanken wir hauptsächlich der entsprechenden Konditionierung durch das aktuelle Schulsystem. Hier lernen wir durch die Benotung, und dies noch dazu über viele Jahre unserer Entwicklung hinweg, dass die Erpressung fester und vor allen ganz normaler Bestandteil unseres Lebens ist, um unseren freien Willen zu brechen.
Und am Ende der staatlich gelenkten Lernphase sind wir mehr oder weniger gut konditioniert bereit, sogar die eigenen Kinder für das bestehende Gesellschaftssystem zu brechen. Immerhin wollen alle Eltern nur das Beste für ihre Kinder und einem selbst ging es ja außerdem auch nicht besser. Der Kreis schließt sich und die Arbeitsplätze der Gesundheitsindustrie sind über Generationen hinweg gesichert.

Diesbezüglich stellt sich zwangsläufig eine sehr wichtige Frage:

Wie kann man über sieben Milliarden Menschen vermitteln, dass sie alle was an der Klatsche haben oder seriöser ausgedrückt: „Wie kann man einer Gesellschaft entfliehen, die sich selbst als Geisel hält?“

 

 

 

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